Opernabend „Die verkaufte Braut“

//Opernabend „Die verkaufte Braut“

Opernabend „Die verkaufte Braut“

Die verkaufte Braut, Trio-K, Tuttlingen

Tuttlingen. Das Stadttheater Pforzheim und die Badische Philharmonie sind Jahrzehnten regelmäßige und gern gesehene Gäste in Tuttlingen. Zuletzt begeisterten sie das Publikum mit der „Zauberflöte“, jetzt kommen sie mit „Die verkaufte Braut“ wieder. Eine tschechische Nationaloper voller Lebenslust, aber auch mit melancholischen Momenten wollte Komponist Bedrich Smetana seinen Landsleuten mit dieser Oper bescheren. Solisten, Chor und Extrachor des Stadttheaters Pforzheim und die Badische Philharmonie unter musikalischer Leitung von Florian Erdl bringen das Werk, eine volksnahe Spieloper mit viel Tempo und Witz, am Samstag, 8. Februar, um 20 Uhr in der Stadthalle Tuttlingen zur Aufführung. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Karten gibt es jetzt im vergünstigten Vorverkauf.

Der Siegeszug des Werks ließ zunächst auf sich warten. Die Oper „Die verkaufte Braut“ wurde nämlich erst über Umwege zum Erfolg. Die erste Aufführungsserie des Werks 1866 in Prag stand dagegen unter keinem guten Stern: Der preußisch-österreichische Krieg und eine ungewöhnliche Hitzewelle sorgten dafür, dass sich das Publikumsinteresse in Grenzen hielt. Aber Bedrich Smetana gab nicht auf: In der deutschen, recht freien Übersetzung hatte das Stück endlich Erfolg, und machte Smetana zum Nationalkomponisten Tschechiens.

Die spieltechnisch anspruchsvolle Ouvertüre führt in die Handlung ein: In einem böhmischen Dorf soll Bauerntochter Marie mit Wenzel, dem Sohn des reichen Bauern Micha, verheiratet werden. Heimlich liebt sie aber den armen Hans. Da Wenzel seine Zukünftige noch nie gesehen hat, nutzt Marie die Gelegenheit: Sie nähert sich ihm inkognito in einem Wirtshaus und erzählt ihm Schauergeschichten über seine Braut, bis er „solch eine“ auf keinen Fall heiraten will. Währenddessen trifft sich Hans mit einem Ehevermittler und lässt sich von ihm überreden, gegen Bezahlung auf Marie zu verzichten. Als die Dorfbewohner von der „verkauften Braut“ erfahren, sind sie entsetzt, Marie ist am Boden zerstört. Doch Hans verfolgt in Wirklichkeit einen anderen Plan.

Heiter-beschwingt werden dem Publikum die einprägsamen Charaktere eines böhmischen Dorfes vor Augen geführt. Die Musik der Oper begeistert durch folkloristisches Flair und lyrische Arien, die sich mit Chören abwechseln. Die Ouvertüre und der „Furiant“, ein schneller Volkstanz, werden häufig auch bei Konzerten gespielt.

Karten für den Abend gibt es in drei Kategorien zu Preisen ab 20,90 Euro (regulär, inkl. Gebühren) bei der Vorverkaufsstelle der Tuttlinger Hallen, der Ticketbox in der Königstraße 13 (beim „Runden Eck“). Ein telefonischer Kartenservice ist unter Tel. (07461) 910996 eingerichtet, online gibt es Tickets unter www.tuttlinger-hallen.de. Tickets sind auch bei allen Vorverkaufsstellen des KulturTickets Schwarzwald-Baar-Heuberg erhältlich. Mit Preisermäßigung kann die Veranstaltung auch in ein Wahl-Abo (nach-)gebucht werden.

2020-01-08T17:04:11+01:00