Ursprünglich 1913 als kurzes, „humoristisches Gegenstück“ zu der gerade abgeschlossenen tragischen Cholera-Novelle „Der Tod in Venedig“ konzipiert, wird Thomas Manns „Der Zauberberg“ – verzögert durch den Ersten Weltkrieg und andere Projekte – erst elf Jahre später als monumentaler Epochenroman veröffentlicht. Eine unromantische Rolle spielt darin die Tuberkulose-Krankheit, an deren Folgen noch immer weltweit über eine Million Menschen jährlich sterben. Wie COVID-19 wird Tuberkulose durch keimhaltige Aerosole und Tröpfchen übertragen.

Hans Castorp, ein früh verwaister Ingenieur aus gutbürgerlichen Verhältnissen reist im Sommer 1907 für drei Wochen aus seiner Heimatstadt Hamburg nach Davos, um seinen lungenkranken Vetter Joachim Ziemßen zu besuchen. Der „hermetische Zauber“ des vornehmen Sanatoriums Berghof und die verführerische Zeit- und Weltabgewandtheit ziehen ihn derart in ihren Bann, dass er die Abreise immer wieder aufschiebt und so aus Wochen Monate und aus Monaten sieben Jahre werden, in denen die Zeit- und Alltag ausklammernde Monotonie der horizontalen Lebensweise zwischen Fiebermessen, Liegekur, Röntgen und Speisesaal ihm bald als die für ihn einzig Passende erscheint. Durch die Allianz von Lust und Erregung, Begehren und Tod, die für ihn zum Maß aller Dinge wird, gehen für Castorp – wie für alle Patienten – Vergangenheit und Zukunft ineinander über, sodass er jedes Zeitgefühl verliert und immer mehr der Welt und der Zeit verlorengeht.

In seiner Bühnenfassung hat Florian Hirsch aus dem „Zauberberg“ eine Lesart für unsere Gegenwart destilliert. Eine Soziologie der Leiden: Paradies und Verdammnis, Rausch und Ernüchterung, Bewegung und Stillstand, Ordnung und Freiheit, Liebe und Tod. Eine Entdeckungsreise mit ungewissem Ausgang und schwankenden Fieberkurven inmitten einer Pandemie. Eine Kur ohne Heilung. Ein Schneesturm. Ein Maskenball. Ein „Danse Macabre“. Ein zeitentrücktes wie zeitaktuelles Portrait des modernen Menschen.

Für das Schauspiel „Zauberberg“ nach Thomas Mann am Donnerstag, den 10. Dezember 2022 um 20:00 Uhr im Theater am Ring verlosen wir Tickets! Teilnahmeschluss ist Mittwoch, der 30. November 2022. Viel Glück!

Frage: Wie viele Jahre nach seiner Entstehung wurde Thomas Manns monumentaler Epochenroman „Der Zauberberg“ veröffentlicht?

A: elf Jahre

B: dreißig Jahre

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