Tuttlingen. Mit einem vielseitigen Angebot für Theaterfreunde und alle, die es (wieder) werden wollen, geht die Stadthalle Tuttlingen in ihre 24. Spielzeit: sechs Theaterabende umfasst das Abo für die Saison 2025/26. Auf die Bretter bringen die Tuttlinger Hallen spannende Stoffe und renommierte Bühnen und Ensembles. Das Theaterabonnement garantiert dabei Theatergenuss mit erheblichen Preisvorteilen. Vom Saisonauftakt mit der Adaption des Sebastian Fitzek Bestsellers „Der erste letzte Tag“ über die Bühnenversion Heinrich von Kleists „Zerbrochenen Krug“ bis hin zum starbesetzten Pulitzer Preis-Gewinner „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ spannt sich der Bogen in der neuen Spielzeit. Das Theaterabo mit seinen sechs Vorstellungen kann ab 21. August persönlich in der Ticketbox gebucht werden und bringt rund 35% Preisermäßigung gegenüber den Einzelkarten, die dann ab Montag, 28. August, an allen bekannten Vorverkaufsstellen zu haben sind.

 

Das Theaterprogramm der Stadthalle Tuttlingen für die neue Spielzeit verspricht eine Mischung aus Unterhaltsamem, Nachdenklichem und Ernstem. „Bühnenkunst in vielen Facetten“ verspricht Stadthallen-Geschäftsführer Michael Baur. „Wir haben einerseits mit Heinrich von Kleists ‚Zerbroch’nem Krug‘ einen Klassiker im Programm, wollten dem Publikum in diesen schwierigen Zeiten ganz bewusst aber auch leichtere Stoffe anbieten“, meint er. Den spannenden Auftakt macht am 23. November „Der erste letzte Tag“ nach dem Roman von Erfolgsautor Sebastian Fitzek. Die Dramatisierung von Lajos Wenzel bringen das Theater Thespiskarren, das Bonner Contra-Kreis Theater und das Theater Trier gemeinsam auf die Bühne. Eine berührende Geschichte um Wahrheit, Überwindung, Liebe und Freundschaft. Der Bestsellerautor hat mit dieser Komödie einen Roadtrip voller Dramatik, Komik und unvorhersehbarer Abzweigungen geschrieben – mit zwei skurrilen, ans Herz gehenden Hauptfiguren. Bei aller Komik stellt das Stück auch sehr existenzielle Fragen nach Sinn, Verpflichtung, Individualität und Mitläufertum. Am Ende wartet eine unvorhergesehene Wendung auf die Zuschauer, die sie die Welt mit anderen Augen sehen lässt … „Wer nur seine Thriller kennt, kann hier einen ganz anderen Fitzek kennenlernen“, so Michael Baur.

 

Ein besonderes Theatererlebnis verspricht auch der 18. Dezember: dann ist fast auf den Tag genau nach zwei Jahren wieder eine neue Produktion von Familie Flöz in Tuttlingen zu sehen: „Feste“. Das fabelhafte Ensemble erzählt diesmal ein Märchen ohne Worte für Erwachsene, in einer poetischen Mischung aus bitterer Tragödie und düsterem Slapstick. Eine tragikomische Geschichte über die Jagd nach dem individuellen Glück, hinter der sich jedoch mehr verbirgt. Während in einem herrschaftlichen Haus am Meer die Hochzeit der Tochter des Hauses mit Glamour, Partytrubel und schönem Schein gefeiert wird, findet im Hinterhof das Fest des Lebens statt, mit all seinen Abgründen und Widersprüchen. „Eine ganz tolle Einheit aus Figurenspiel und Musik, wahnsinnig vielfältige Ideen und Geschichten, immer wieder neue Wendungen – das ist wirklich pralles Leben, da auf der Bühne“, schwärmt rbb KULTUR.

 

Am 19. Januar folgt das Schauspiel „Die Tanzstunde“ von der Komödie am Kurfürstendamm, Berlin. Das ein sehr amüsante und berührendesKammerspiel von Mark St. Germain ist mit Oliver Mommsen (2001 bis 2019 spielte er im Bremer Tatort den Ermittler Nils Stedefreund) und Nadine Schori prominent besetzt und erzählt die Geschichte von Ever Montgomery. Der Professor für Geowissenschaften muss für eine Preisverleihung dringend tanzen lernen. Allerdings verabscheut er jeglichen Körperkontakt, denn der leidet unter dem Asperger-Syndrom. Auf Anraten des Hausmeisters spricht er seine Nachbarin Senga Quinn an. Sie ist Tänzerin, doch nach einer Beinverletzung ist fraglich, ob sie in ihrem Leben jemals wieder tanzen kann … Herzenswarm und voll leisem Humor, dabei komplett frei von Kitsch, ist der Theaterabend fesselnd bis zur letzten Sekunde.

 

Bühne frei für das Theater Lindenhof heißt es am 23. März. Das Melchinger Ensemble bringt „Eve und der zerbroch’ne Krug“ nach dem Lustspiel von Heinrich von Kleist in einer Fassung von Luca Zahn. In der Komödie von 1808, einem der wichtigsten Werke der deutschen Literatur, stehen die Themen Gerechtigkeit und Machtmissbrauch im Mittelpunkt. Geschätzt wird das Werk für seine zeitlose Gesellschaftskritik und seine doppelbödige Komik. Weil der Lindenhof den Fokus auf Eves Erleben der Ereignisse legt, entspinnt sich eine neue Perspektive auf den berühmten Klassiker, der mit seinem Sprachwitz und scharfer politisch-satirischer Beobachtungsgabe bereits seit Anfang des 19. Jahrhunderts.begeistert.

 

Schon mehrfach brillierte das a.gon Theater aus München in Tuttlingen. Jetzt bringt die Bühne mir freie Theatertruppe mit „Zwei Männer, ganz nackt“ (am 27. März) eine temporeiche Komödie von Sébastien Thiéry mit den Starschauspielern Rufus Beck und Peter Kremer in den Hauptrollen. Alain Kramer (Rufus Beck) ist erfolgreicher Anwalt, hat zwei erwachsene Kinder und ist glücklich verheiratet. Eigentlich alles perfekt – bis er eines Tages splitternackt neben seinem Mitarbeiter Nicolas (Peter Kremer) aufwacht, der sich auch nicht erklären kann, wie er in Alains Wohnung gekommen ist. Als Alains Frau Catherine nach Hause kommt und die beiden offensichtlich nach ihrem Schäferstündchen erwischt, ist die Verwirrung perfekt … Ein Abend mit Boulevard-Theater der vergnüglichsten Art – voller Wortwitz und Situationskomik!

 

Den Saisonabschluss bildet schließlich am 5. Mai „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ vom Tournee-Theater Thespiskarren, Hannover. Das Schauspiel von Alfred Uhry führt nach Atlanta, Georgia, und ins Jahr 1948 – in eine Epoche, in der die Rassentrennung in den USA noch fast selbstverständlich den Alltag der Menschen bestimmte. Das Stück war ein Sensationserfolg: Schon 1988, im Jahr der Uraufführung in Philadelphia, gab es den begehrten Pulitzerpreis. Die Hollywood-Adaption mit Jessica Tandy und Morgan Freeman von 1989 lockte nicht nur weltweit Millionen in die Kinos, sondern erhielt gleich vier (!) Oscars. Auf der Theaterbühne übernehmen Doris Kunstmann und Ron Williams die beiden Hauptrollen.

 

Der regelmäßige Theaterbesuch lohnt sich: Mit einem Theater-Abo lassen sich bei den sechs Aufführungen bis Mai 2026 fast 70 € gegenüber den regulären Eintrittspreisen sparen. Den einzelnen Theaterabend gibt’s dann schon für unter 18 €. Außerdem können Abonnenten das Ewald Arenz Stück „Alte Sorten“ (8. März) zusätzlich zu ihrem Theater-Abo mit dem vollen Abo-Preisvorteil hinzubuchen. “Wir hoffen, dass sich auch neues Publikum von diesem wirklich attraktiven Spielplan begeistern lässt“, wirbt Geschäftsführer Michael Baur für das Theaterprogramm. „Und wenn jemandem nicht alle Theaterabende zusagen, gibt’s ja immer noch das Wahlabo mit auch rund 25% Preisermäßigung.“

 

Theaterabos können ab Montag, 25. August, zu Preisen zwischen 106 und 141 € für alle sechs Vorstellungen bei der Vorverkaufsstelle der Tuttlinger Hallen, der Ticketbox in der Königstraße 39 (in der Stadthalle am Europaplatz) gebucht werden. Einzelkarten für alle Theaterabende sind dort und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen des KulturTickets Schwarzwald-Baar-Heuberg in den Landkreisen RW, VS und TUT dann ab 1. September, 10 Uhr, erhältlich. Ein telefonischer Kartenservice wird unter Tel. (07461) 910996 eingerichtet. Online gibt es Karten dann auch unter www.tuttlinger-hallen.de.