Donaueschingen. Der Holzschnitt ist eines der ältesten Verfahren in der Bildenden Kunst. Dennoch gibt es immer wieder Künstler, deren Arbeiten wie Neuentdeckungen dieser so ursprünglichen Technik erscheinen. Der Stuttgarter Abi Shek gehört zu ihnen. Seine Holzschnitte werden durch Tuschezeichnungen zu Unikaten und entwickeln durch die magische Verbindung aus Archaik und moderner Bildauffassung eine Kraft, der sich der Betrachtende nicht zu entziehen vermag.

Dieses ursprüngliche Sehen brachte Abi Shek aus seiner Heimat, dem Kibbuz Bet-Nir in Israel, mit. Er wuchs mit den wundersamen Geschichten der alten Beduinen auf und ging mit Gleichaltrigen in den uralten Höhlenverstecken auf Entdeckungsreise. Zum Studium zog er nach Deutschland. Den Weg hatte ihm Rudi Lehmann mit seinen Arbeiten gewiesen. Der aus Berlin stammende Bildhauer lebte in Israel und beschäftigte sich mit Tierplastiken und Holzschnitten. Tiergestalten, Kreaturen aus Mensch und Tier, sind auch der Motivkreis, mit dem sich Shek seitdem beschäftigt. Seine Gestalten sind aus Holz, Tusche und Metall. Und obgleich sie auf die Silhouette reduziert sind, wirken sie alles andere als bewegungslos.

Abi Shek studierte Bildhauerei bei Micha Ullman an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und stellt seine Werke regelmäßig in Deutschland, Frankreich, Israel, Italien, Norwegen und Tschechien aus. Der Künstler erhielt Stipendien und wurde mit Kunstpreisen ausgezeichnet.

Die Ausstellung wird am Freitag, 24. April um 18:00 Uhr mit einer Vernissage eröffnet. Die Werkeinführung gestalten Abi Shek und die Schauspielerin Katja Ritter.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind zeitgleich mit den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek:

Dienstag bis Freitag                             14:00 – 18:00 Uhr

Dienstag, Freitag und Samstag              9:30 – 13:00 Uhr

Städtische Galerie im Turm Donaueschingen

Stadtbibliothek, Karlstraße 60, Donaueschingen